A+E Global gibt grünes Licht für erstes Mikrodrama und baut Creator-Sparte aus
Das US-Medienunternehmen A+E Global Media hat seinen Programmplan für 2026/27 vorgestellt. Neben Projekten mit Kevin Bacon und Ted Danson fällt vor allem der Einstieg ins Mikrodrama-Format auf.
A+E Global Media, das gemeinsame Unternehmen von Disney und Hearst, hat bei seiner Upfront-Präsentation einen umfangreichen Programmplan für 2026/27 enthüllt. Neben unscripted Projekten mit prominenter Besetzung sticht ein Detail besonders hervor. Der Konzern steigt offiziell ins Mikrodrama-Geschäft ein.
Tides of Temptation als Pilotprojekt
Die erste vertikale Mikroserie des Unternehmens trägt den Titel Tides of Temptation und wird unter dem Lifetime-Banner produziert. Die Serie ist als digitaler Ableger des Films Terry McMillan Presents: Paradise With You angelegt und wird von Taye Diggs produziert.
Damit reagiert A+E auf einen Branchentrend, den das Unternehmen offenbar nicht länger ignorieren kann. Mikrodrama-Apps haben in den USA inzwischen mehr tägliche Nutzungszeit pro User als klassische Streaming-Dienste.
Prominente Slate-Ankündigungen
Neben dem Mikrodrama-Einstieg hat A+E eine Reihe von Projekten für seine Kanäle angekündigt. History Channel setzt auf History's Strange Fortunes mit Kevin Bacon, Extraordinary Origins mit Ted Danson und History's Greatest Machines mit Dolph Lundgren. A&E Network bringt unter anderem die vierteilige Doku Scott Peterson: The New Evidence.
Lifetime selbst hat neben dem Mikrodrama auch Produktionsdeals mit Queen Latifah und Taraji P. Henson bekanntgegeben.
Neues Creator-Studio Storyground
Zusätzlich hat A+E das Kreativstudio Storyground gestartet, das als Bindeglied zwischen Content-Creatorn und Marken fungieren soll. Das Studio produziert maßgeschneiderte Inhalte für linear, digital und Social Media.
Paul Buccieri, Chairman von A+E Global Media, positioniert das Unternehmen bewusst als multifunktionalen Medienkonzern. Erstklassige Talente wählten die Marken des Hauses als Heimat für ihre Geschichten. Mit Storyground und dem Mikrodrama-Einstieg zeigt A+E, dass auch etablierte Medienhäuser bereit sind, sich dem veränderten Nutzungsverhalten anzupassen.