Dancing with the Stars-Profi Maksim Chmerkovskiy spielt Hauptrolle in Mikrodrama Wild Silence

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Mit Wild Silence auf MyDrama wagt Maksim Chmerkovskiy den Sprung vom Tanzparkett ins Vertikalformat. Die Serie markiert einen Wendepunkt, denn erstmals übernimmt ein etablierter US-TV-Star die Hauptrolle in einer geskripteten Mikrodrama-Produktion.

Maksim Chmerkovskiy (Dancing with the Stars, The Traitors) hat seine erste Hauptrolle in einer geskripteten Vertical Video-Serie übernommen. In Wild Silence auf MyDrama spielt der professionelle Tänzer und TV-Persönlichkeit einen zurückgezogenen Einzelgänger, der eine junge Frau in einer abgelegenen Waldhütte rettet. Die Produktion von HOLYWATER TECH ist damit die erste US-amerikanische Vertikalserie, in der ein Reality-TV-Star die tragende Rolle spielt. Die Serie debütierte am 27. Februar 2026 exklusiv auf der MyDrama-App.

Vom Tanzparkett zur Kampfszene

In einem Interview bei Extra TV sprach Chmerkovskiy mit seinem ehemaligen Kollegen Derek Hough über die Dreharbeiten. Seine Erfahrung als Profitänzer, der 17 Staffeln lang bei Dancing with the Stars als einer der bekanntesten Profis auftrat, habe ihm bei der Kampfchoreografie geholfen. Gleichzeitig sei es eine Herausforderung gewesen, sich nicht ständig selbst zu kritisieren, wie er es vom Tanzen gewohnt sei. „Ich habe auf den Bildschirm geschaut und gemerkt, dass ich ein großer Kerl bin. Das ist ein großer Körper, der da schwingt“, sagte Chmerkovskiy lachend. Er habe sich am Ende aber selbst auf die Schulter geklopft.

Die Serie folgt Camilla, die nach einem Suizidversuch in einer abgelegenen Hütte erwacht. Jack, gespielt von Chmerkovskiy, hat sie gerettet. Er trauert um seine verstorbene Frau. In der Isolation entwickeln die beiden eine vorsichtige Verbindung, die ihnen hilft, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Die Geschichte verbindet emotionale Tiefe mit Action-Elementen und unterscheidet sich damit von den üblichen CEO-Romanzen und Rache-Plots, die das Mikrodrama-Segment dominieren. Regie führte Mila Pohrebynska, produziert wurde Wild Silence in Zusammenarbeit mit Alexander Kane, dem Mitgründer von Skyframe Films.

HOLYWATER TECH setzt auf prominente Gesichter

Die Besetzung von Chmerkovskiy ist Teil einer größeren Strategie von HOLYWATER TECH, dem Unternehmen hinter MyDrama. Die Co-Gründer Bogdan Nesvit und Anatolii Kasianov erklärten laut einem Bericht von Deadline, dass Projekte wie Wild Silence das Vertikalformat in den Mainstream bringen sollen. „Seine Teilnahme sendet ein klares Signal, dass etablierte Talente Schauspielkarrieren im vertikalen Storytelling aufbauen können und es als ernsthaftes, langfristiges Format betrachten“, so die beiden Firmenchefs.

HOLYWATER TECH hat in den vergangenen Monaten mehrere strategische Partnerschaften geschlossen. FOX Entertainment erwarb 2025 eine Kapitalbeteiligung und startete die Produktion von 200 Mikrodramen und Vertikalserien für die Plattform. Anfang 2026 folgte eine mehrjährige Partnerschaft mit Dhar Mann Studios über zunächst 40 vertikale Titel exklusiv für MyDrama. Bereits 2025 hatte das Unternehmen eine vertikale Musical-Serie mit der Influencerin Hannah Stocking angekündigt. Kürzlich übernahm HOLYWATER TECH die Visual-Effects-Firma Jeynix, um Hollywood-nahe VFX-Workflows direkt in die eigene Infrastruktur zu integrieren. Die Plattformen des Unternehmens erreichen nach eigenen Angaben über 85 Millionen Nutzer weltweit.

Was die Besetzung für die Branche bedeutet

Dass ein TV-Prominenter wie Chmerkovskiy nun in einer Vertikalserie mitspielt, unterstreicht den wachsenden Stellenwert des Formats in der US-Unterhaltungsbranche. Bisher waren Mikrodrama-Produktionen vor allem durch unbekannte Darsteller geprägt, was niedrigere Produktionskosten ermöglichte, aber die Wahrnehmung als ernstzunehmende Unterhaltung erschwerte. Mit bekannten Gesichtern könnte sich das ändern.

Für Chmerkovskiy selbst ist Wild Silence der Auftakt einer Schauspielkarriere. „Diese Rolle hat mich auf neue Weise herausgefordert als Schauspieler, und ich war von der Ehrlichkeit der Geschichte angezogen“, sagte er gegenüber Deadline. Langfristig träumt er von einem eigenen Tanzfilm, den er selbst schreiben will. Er verglich sein Vorhaben mit Rocky, einem Film über Boxen, der eigentlich kein Boxfilm sei.

Die zunehmende Präsenz bekannter Namen im Mikrodrama-Segment dürfte anderen Plattformen Anreize geben, ebenfalls auf prominente Besetzungen zu setzen. Ob sich das Modell wirtschaftlich trägt, wird sich zeigen. Klar ist, dass MyDrama mit Wild Silence die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.

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