Kedoo Entertainment sichert sich zwei europäische Ko-Produktionspartner für Love Drama

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Das in Dubai ansässige Medienunternehmen Kedoo Entertainment hat Ko-Produktionsverträge mit dem französischen Studio Quinze und dem britischen Studio Media Brighton geschlossen. Die Deals sollen den Originalkatalog der Mikrodrama-App Love Drama um europäische Inhalte erweitern.

Kedoo Entertainment hat zwei neue Ko-Produktionspartnerschaften für seine Mikrodrama-App Love Drama geschlossen. Wie World Screen berichtet, kooperiert das Unternehmen mit dem französischen Produzenten Studio Quinze und dem britischen Studio Media Brighton.

Studio Quinze, das auch die eigene Mikrodrama-App StoryShort betreibt, soll laut Televisual zehn Premium-Serien in den Genres Romanze, Thriller und genreübergreifende Stoffe liefern. Die erste Serie soll ab Juli verfügbar sein. Alle Produktionen werden speziell für das vertikale Kurzformat von Love Drama entwickelt.

Britische Spionage-Romanze als erster Titel

Media Brighton steuert die Serie Double Life, Double Love bei, ein romantisches Spionage-Drama, das noch in diesem Quartal auf Love Drama erscheinen soll. Die Serie ist im heutigen Großbritannien angesiedelt und folgt Kate Lawson, einer scheinbar gewöhnlichen Mutter, die ein Doppelleben als Spionin führt. Der Stoff verbindet damit zwei Genres, die im Mikrodrama-Markt selten kombiniert werden.

Love Drama baut europäischen Katalog aus

Kedoo Entertainment hat seinen Hauptsitz in Dubai und unterhält Büros in London, Kairo, Kiew und Moskau. Das Unternehmen ist vor allem für die Kinder-Animationsserie Booba bekannt. Love Drama wurde im Juli 2025 gestartet und setzt auf ein Freemium-Modell mit Abonnements ab 7,99 Dollar pro Woche sowie einer Token-Option, über die einzelne Serien für rund 1,99 Dollar freigeschaltet werden können. Diese Preisstruktur hatte Deadline zum Launch dokumentiert.

Die neuen Deals reihen sich in eine breitere Entwicklung ein. Europäische Produktionshäuser positionieren sich zunehmend im Mikrodrama-Geschäft. Zuletzt hatte Banijay Projekte in Finnland und Spanien angekündigt, und auf einem Branchenpanel in Lille diskutierten Produzenten die Professionalisierung des Formats. Ob sich europäische Originale gegen die etablierten asiatischen Bibliotheken durchsetzen können, hängt davon ab, wie gut die Stoffe lokale Erzähltraditionen mit den Anforderungen des Kurzformats verbinden.