KW 11 bringt eine Welle etablierter US-Medienhäuser ins Mikrodrama-Format: Lifetime, A+E Global und das Google-Joint-Venture 100 Zeros kündigen erste Projekte an. Dazu eine afrikanisch-amerikanische Koproduktion, eine neue Streaming-Plattform und eine Turnkey-Lösung für Plattform-Gründer.
Every Sunday, Run to You läuft auf DramaWave und erzählt eine Ersatz-Braut-Geschichte ohne die üblichen Schläge, Demütigungen und Missverständnismarathons. Die Serie vertraut ihren Figuren, statt auf billige Konflikte zu setzen.
Rund 28 Millionen US-Erwachsene schauen bereits Mikrodramen. Ein Porträt des wachsenden westlichen Markts zeigt, warum das Format vor allem Frauen mittleren Alters anspricht und weshalb Branchenbeobachter von einem bevorstehenden Streaming-Krieg sprechen.
In China dominiert ein neues Subgenre die Kurzform-Unterhaltung: vollständig KI-generierte Mikrodramen mit anthropomorphen Haustieren. Die Serien sind maximal 90 Sekunden kurz, kosten kaum etwas in der Produktion und bringen ihren Schöpfern Hunderttausende Euro im Monat. Was hinter dem Phänomen steckt und was es über die globale Mikrodrama-Industrie aussagt.
Disney+ startet in den USA seinen vertikalen Video-Feed Verts. Nutzer können durch Szenen aus Filmen und Serien scrollen, ähnlich wie bei TikTok oder Instagram Reels. Der Schritt zeigt, wie ernst die großen Streamingdienste die Konkurrenz durch Kurzvideo-Formate nehmen.
Kanada etabliert sich als Produktionsstandort für vertikale Mikrodramen. Schauspieler finden neue Beschäftigung, doch Gewerkschaften mahnen fehlende Tarifverträge an und Fans beklagen mangelnde Diversität.
Das Joint Venture 100 Zeros, gegründet von Range Media Partners und Google, steigt ins Mikrodrama-Geschäft ein. Das erste Slate umfasst Projekte von bekannten TV-Machern, die erste Ausspielung erfolgt über Google TV auf Android.